Recy Taylor

Recy Taylor
Recy Taylor
Courtesy of The People's World/Daily Worker and Tamiment Library/Robert F. Wagner Labor Archives, New York University

Recy Taylor aus Abbeville, Alabama, war 24 Jahre alt, als sie am 3. September 1944 auf dem Heimweg von der Kirche von sechs bewaffneten, weißen Männern entführt und brutal vergewaltigt wurde. Sie war verheiratet und Mutter einer dreijährigen Tochter. In der Folgezeit wurde auf Recys Haus ein Brandanschlag verübt. Sie erhielt mehrere Morddrohungen und und sah sich unzähligen Einschüchterungsversuchen gegen sie und ihre Familie ausgesetzt. Dennoch zeigte sie das Verbrechen an und kämpfte für Gerechtigkeit für das, was ihr widerfahren war. Es überrascht nicht, dass es keinen Prozess gab.

Rosa Parks, eine Aktivistin der N.A.A.C.P. in Montgomery, Alabama, half bei den Ermittlungen. Sie organisierte das "Committee of Equal Justice for Mrs. Recy Taylor" (Komitee für gleiche Gerechtigkeit für Mrs. Recy Taylor), um den Gouverneur von Alabama zu bitten, eine Untersuchung einzuleiten. Der Fall wurde von einer ausschließlich weißen, ausschließlich männlichen Grand Jury nicht nur einmal, sondern zweimal abgewiesen. Am 14. Februar 1945 weigerte sich die zweite Grand Jury, die Vergewaltiger anzuklagen, obwohl einer von ihnen die Tat gestanden hatte.

Im Jahr 2011 veröffentlichte die Historikerin Danielle L. McGuire ihr Buch At the Dark End of the Street: Black Women, Rape, and Resistance - A New History of the Civil Rights Movement from Rosa Parks to the Rise of Black Power. Das Buch veranlasste die Alabama Legislative, sich offiziell bei Recy zu entschuldigen und eine Resolution zu verabschieden, in der sie das Versagen des Staates zugab, ihre Angreifer strafrechtlich zu verfolgen. Recy verstarb am 29. Dezember 2017. Ein Film, der ihr Leben und die Vergewaltigung dokumentiert, wurde 2018 unter dem Titel #SheSpokeUp veröffentlicht.