LaVena Johnson

LaVena Johnson
LaVena Johnson
Photo credit: Demand Justice for PFC LaVena Lynn Johnson / Facebook

LaVena Johnson wuchs in Florissant, Missouri, auf und meldete sich zum Dienst im Heer der Vereinigten Staaten, um Geld für das Studium zu verdienen. Während ihrer Stationierung als Private First Class (PFC) in Balad, Irak, wurde die 19-jährige Johnson mit einer Schusswunde im Zelt eines Vertragspartners auf dem Militärgelände tot aufgefunden.

Das Verteidigungsministerium stufte Johnsons Tod als Selbstmord ein, obwohl spätere Untersuchungen Beweise für eine Vergewaltigung und zahlreiche dokumentierte Verletzungen ergaben, die mit einem Selbstmord nicht vereinbar sind. LaVenas Vater, Dr. John Johnson, ein Militärveteran, wurde misstrauisch, als er ihre Leiche im Bestattungsinstitut sah, und beschloss, den Tod seiner Tochter zu untersuchen. Johnsons Autopsiebericht ergab, dass sie eine gebrochene Nase, ein blaues Auge, lockere Zähne, Verbrennungen durch eine ätzende Chemikalie an ihren Genitalien und eine Schusswunde erlitten hatte, die normalerweise nicht mit Selbstmord in Verbindung gebracht wird. Außerdem wurden blutige Fußabdrücke außerhalb ihres Wohnbereichs entdeckt.

Die Familie Johnson ist zwar der festen Überzeugung, dass LaVena sexuell missbraucht und ermordet wurde, gab es keine weiteren Untersuchungen seitens der Armee und die Todesursache wurde nie geändert. Ihr Vater kämpft weiterhin für seine geliebte Tochter, die ihm so ähnlich war. Er bewahrt die Vatertagskarte auf, die sie nur wenige Wochen vor ihrem Tod im Jahr 2005 schickte. Darauf stand: ‘Wie der Vater, so die Tochter.’

LaVena Johnson war die erste Soldatin aus Missouri, die im Irak gefallen ist. Sie starb nur acht Tage vor ihrem 20. Geburtstag im Jahr 2005. 2010 wurde der Dokumentarfilm LaVena Johnson: Die stille Wahrheit veröffentlicht, der die Suche der Familie nach der Wahrheit dokumentiert. Sie suchen weiterhin nach Antworten, da sich die Statistiken gegen weibliche Soldaten immer weiter verdichten. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wird eine von drei Frauen, die dem US-Militär beitreten, von Männern im Militär sexuell angegriffen oder vergewaltigt. Die Zahl der nicht im Kampfeinsatz getöteten Soldatinnen, wie die von Johnson, erfordert mehr nationale Aufmerksamkeit.