Amadou Diallo

Amadou Diallo
Amadou Diallo
Courtesy Bindu Jallabah, The Amadou Diallo Foundation, with permission

Amadou Diallo war ein 23-jähriger Immigrant aus Guinea, der in New York City lebte. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Straßenverkäufer, mit dem Verkauf von Videokassetten, Handschuhen und Socken. Am 4. Februar 1999 wurde er auf der Treppe seiner Wohnung von vier NYPD-Beamten in Zivil erschossen. Die Beamten behaupteten später, sie hätten Diallo mit einem Vergewaltigungsverdächtigen verwechselt, der ein Jahr zuvor verhaftet worden war. Die Beamten gaben insgesamt 41 Schüsse ab und trafen Diallo 19 Mal. Diallo war unbewaffnet.

Der Mord an Diallo löste in New York und darüber hinaus eine heftige Kontroverse aus. Sie drehte sich um Themen, die die Gesellschaft nach wie vor plagen, wie z. B. Polizeibrutalität, rassistische Profilerstellung und "ansteckendes Schießen", ein Phänomen bei Soldaten und Polizisten, bei dem eine schießende Person bei anderen den Impuls auslöst ebenfalls zu schießen.

Die Beamten wurden wegen Totschlags und fahrlässiger Gefährdung angeklagt, später jedoch in einem Prozess von allen Vorwürfen freigesprochen. Diallos Eltern gewannen einen 3 Millionen Dollar schweren Vergleich gegen die Stadt New York. Seine Mutter gründete in seinem Namen eine Stiftung zur Finanzierung von Stipendien für Studenten afrikanischer Abstammung oder für Studenten, die aus Afrika in die USA eingewandert sind, um ein College zu besuchen. In seinem letzten Telefonat mit seiner Mutter teilte Diallo die aufregende Nachricht mit, dass er genug Geld gespart hatte, um seinen Traum vom College zu verwirklichen. Diallo lebte nicht lange genug, um sich diesen Traum zu erfüllen.