Fotos von 65 Personen, die in dieser Ausstellung dargestellt werden
Fotos von 65 Personen, die in dieser Ausstellung dargestellt werden

Die Bibliotheken der Stanford University zeigen sich solidarisch mit allen Afro-Amerikanern, Ureinwohnern und People of Color (BIPOC) auf dem Campus und im ganzen Land.

Die Erklärung des Universitätsbibliothekars Michael A. Keller, "Solidarität und Unterstützung", und die Werte-Codex der Stanford-Bibliotheken bestärken erneut unser Bekenntnis und Engagement als Institution, eine inklusive und einladende akademische Umgebung für alle zu sein. Obwohl diese Erklärungen und Verpflichtungen zu Rassengerechtigkeit, Gleichberechtigung und Vielfalt wichtig sind, hielten wir es für notwendig, dass die Bibliotheken auf die jüngsten Ereignisse unmittelbar reagieren.

Um unseren Worten Taten folgen zu lassen planen wir eine visuell schlüssige und mit Bedacht gestaltete Ausstellung, die in der Green Library gezeigt wird und auch online verfügbar ist. Als Bibliothekarinnen und Bibliothekare tragen wir die große Verantwortung, Hüter des Lichts und Bewahrer unserer gemeinsamen Erinnerungen zu sein. Das ist, was uns motiviert und eine engagierte Gruppe unserer Belegschaft die Ärmel hochkrempeln ließ und innerhalb weniger Wochen den Plan in die Realität umsetzte.

Say Their Names - No More Names trägt die Namen von Opfern zusammen, wertet sie aus und stellt sie in einen Zusammenhang. Ihre Bilder und Geschichten sollten zu Diskussionen anregen, Fragen aufwerfen und Lösungen zur Debatte stellen, damit Identitäten Identitäten bleiben und nicht auf Hashtags reduziert werden.

In unseren Bibliotheken wird täglich das Leben bedeutender und alltäglicher Bürger dokumentiert und untersucht. Hoffentlich bleibt diese Ausstellung dieser Tradition treu, denn sie wirft ein Licht auf die Geschichte und stellt die Fragen der Besucher.

Der Slogan "Know Justice, Know Peace" geht auf den Protestslogan "No Justice no Peace" (Keine Gerechtigkeit, kein Frieden) zurück. Know justice, Know Peace fordert die Besucher auf, zu erkennen, was Gerechtigkeit und Frieden sind. Damit zeigen sich die Stanford Bibliotheken ihr Engagement für die Verbesserung der Informationskompetenz, die eine wesentliche Rolle spielt, um die Gesellschaft auf dem Weg zu einem friedlicheren Miteinander zu unterstützen. Vor allem Bibliotheken sind geeignet im Besonderen jene Menschen zu bilden, die nach Informationen suchen, um eine gerechtere Welt aufzubauen. Die Ausstellung ist als direkte Reaktion auf die weltweite Black-Lives-Matter-Bewegung entstanden. Eines der Hauptziele ist es daher, die Ausstellungsbesucher dazu anzuregen, sich kritisch mit den Ungerechtigkeiten auseinanderzusetzen, die von einer weißen, rassistischen Gesellschaft begangen werden. Durch das Nennen von Namen mehr oder weniger bekannter Opfer, Um eine Häufung von bekannt zu vermeiden, möchte diese Ausstellung auch auf die unbekannten Opfer aufmerksam machen.

Trigger-Warnung: Seit dem Tod von George Floyd haben psychische Probleme wie Angstzustände und Depressionen in der schwarzen amerikanischen Gesellschaft erheblich zugenommen. Der Inhalt der Ausstellung kann vor allem für BIPOC (Black Indigenous People of Color) traumatisierend sein. Bitte nehmen Sie sich für die Ausstellung die Zeit, die Sie brauchen.